Schnelle Antwort: Stiftung Warentest hat im März 2026 insgesamt 17 Schlankheitsmittel geprüft und kommt zu einem klaren Ergebnis: Von vier getesteten Wirkstoffen empfehlen die Tester nur zwei – Mounjaro (Tirzepatid) und Wegovy (Semaglutid). Mounjaro schneidet dabei als Testsieger ab, weil es mit bis zu 19 % Gewichtsverlust nach einem Jahr die stärkste Wirkung zeigt. [1]
Das Wichtigste auf einen Blick:
- ✅ Stiftung Warentest empfiehlt von 17 geprüften Mitteln nur Mounjaro und Wegovy [1]
- 📉 Mounjaro: 13–19 % Gewichtsverlust nach einem Jahr Therapie [2]
- 📉 Wegovy: 9–12 % Gewichtsverlust – wirksam, aber schwächer als Mounjaro [1]
- ⏳ Wirkung bleibt drei Jahre nach Therapieende nahezu stabil erhalten [1]
- 💶 Mounjaro kostet 276,83 € (5 mg) bis 489,23 € (15 mg) pro Pen [5][6]
- ⚠️ Indikation: BMI ≥ 30 oder BMI ≥ 27 mit Begleiterkrankungen [1]
- 🚫 Nicht geeignet als „Bikinifigur-Spritze“ – nur für medizinisch Betroffene [1]
- 🥗 Dauerhafter Erfolg nur mit kalorienreduzierter Ernährung und mehr Bewegung [1]

Was hat Stiftung Warentest bei den Abnehmspritzen genau getestet?
Stiftung Warentest hat in seiner Ausgabe 03/2026 (veröffentlicht am 28. März 2026) insgesamt 17 Schlankheitsmittel unter die Lupe genommen [1]. Geprüft wurden dabei nicht nur Abnehmspritzen, sondern auch Tabletten und andere Präparate.
Das ernüchternde Ergebnis: Die große Mehrheit der Mittel fiel durch. Nur vier Wirkstoffe bestanden die erste Hürde – und von diesen vieren empfehlen die Tester am Ende nur zwei für den Einsatz bei Übergewicht und Adipositas [3].
Die vier geprüften Wirkstoffe im Überblick:
| Wirkstoff | Präparat | Empfehlung Stiftung Warentest |
|---|---|---|
| Tirzepatid | Mounjaro | ✅ Empfohlen (Testsieger) |
| Semaglutid | Wegovy | ✅ Empfohlen |
| Liraglutid | Saxenda | ❌ Nicht empfohlen |
| Orlistat | Xenical u. a. | ❌ Nicht empfohlen |
Die Bewertung basierte auf klinischen Studiendaten zu Wirksamkeit, Sicherheit und Langzeiteffekten. Wer mehr über die Grundlagen dieser Medikamentenklasse erfahren möchte, findet im Überblick zu GLP-1-Rezeptoragonisten eine verständliche Einführung.
Warum ist Mounjaro der Testsieger unter den Abnehmspritzen?
Mounjaro (Tirzepatid) ist der Testsieger, weil es in klinischen Studien den stärksten Gewichtsverlust aller geprüften Wirkstoffe erzielt – und dieser Effekt auch langfristig stabil bleibt.
Konkret: Patienten verloren nach einem Jahr Therapie 13 bis 19 % ihres Körpergewichts, wenn sie gleichzeitig ihre Ernährung umstellten und sich mehr bewegten [2]. Das ist ein erheblicher Unterschied zu Wegovy, das im gleichen Zeitraum auf 9 bis 12 % kommt [1].
Was Mounjaro außerdem auszeichnet: Die Wirkung bleibt bemerkenswert stabil. Laut Stiftung Warentest zeigen Studiendaten, dass die Gewichtsreduktion drei Jahre nach Therapieende nahezu unverändert erhalten bleibt [1]. Das ist ein starkes Argument für die Nachhaltigkeit des Tirzepatid-Ansatzes.
Warum wirkt Tirzepatid stärker als Semaglutid?
Mounjaro ist ein sogenannter dualer GIP/GLP-1-Rezeptoragonist. Es aktiviert gleichzeitig zwei Hormonrezeptoren – den GLP-1-Rezeptor (wie Ozempic und Wegovy) und zusätzlich den GIP-Rezeptor. Diese doppelte Wirkung erklärt die überlegene Gewichtsreduktion im Vergleich zu reinen GLP-1-Medikamenten.
Für einen vollständigen Vergleich aller verfügbaren Abnehmspritzen empfiehlt sich unser Ratgeber für Einsteiger zu Abnehmspritzen.
Für wen empfiehlt Stiftung Warentest Mounjaro?
Stiftung Warentest ist in dieser Frage sehr klar: Mounjaro ist kein Lifestyle-Mittel. Die Tester betonen ausdrücklich, dass die Abnehmspritze nur für Menschen geeignet ist, die „verzweifelt gegen überschüssige Pfunde kämpfen“ – nicht für jemanden, der für den Sommer ein paar Kilo verlieren möchte [1].
Die offiziellen Indikationskriterien:
- BMI ≥ 30 (Adipositas) – ohne weitere Bedingungen
- BMI ≥ 27 (Übergewicht) – aber nur mit Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck oder erhöhten Blutfettwerten

Wer diese Kriterien erfüllt, sollte das Gespräch mit dem Hausarzt oder einem Diabetologen suchen. Eine Verschreibung auf Selbstzahler-Basis ist in Deutschland möglich – die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung in der Regel nicht bei reiner Adipositas ohne Diabetes-Diagnose.
Wichtig: Stiftung Warentest betont, dass Mounjaro nur dann dauerhaft wirkt, wenn gleichzeitig kalorienreduzierte Ernährung und mehr körperliche Aktivität umgesetzt werden [1]. Die Spritze ist ein Werkzeug – keine Abkürzung. Passend dazu lohnt sich ein Blick auf unsere Tipps zur Kombination von Abnehmspritzen und Sport.
Mounjaro Stiftung Warentest: Wie schneidet Wegovy im Vergleich ab?
Wegovy (Semaglutid) ist ebenfalls empfohlen – aber mit deutlichem Abstand zu Mounjaro in der Wirksamkeit.
Der Gewichtsverlust liegt bei Wegovy nach einem Jahr bei 9 bis 12 % [1]. Das ist medizinisch relevant und klinisch bedeutsam, aber eben spürbar weniger als die 13–19 % bei Tirzepatid. Zudem dokumentierte Stiftung Warentest, dass Studien bei Wegovy höhere Abbruchraten wegen Nebenwirkungen zeigen als bei Mounjaro [1].
Bei der Langzeitwirkung zeigt sich: Wer Wegovy in der Erhaltungsdosis weiternimmt, hält das erreichte Gewicht nach zwei Jahren nahezu stabil [1]. Das ist positiv – aber der direkte Vergleich mit Mounjaro fällt trotzdem zugunsten von Tirzepatid aus.
Für alle, die Wegovy und Saxenda direkt vergleichen möchten, gibt es dazu einen eigenen Vergleich Saxenda vs. Wegovy auf diabe.de.
Was kostet Mounjaro – und wer zahlt?
Mounjaro ist nicht günstig. Die Kosten trägt in den meisten Fällen der Patient selbst.
Laut den Preisangaben von test.de (Stand 26. März 2026) kostet:
- Mounjaro 5 mg pro Pen: 276,83 € [5]
- Mounjaro 15 mg pro Pen: 489,23 € [6]
Ein Pen enthält mehrere Dosen. Die monatlichen Gesamtkosten variieren je nach Dosierungsstufe – in der Einstellungsphase beginnt die Therapie bei 2,5 mg und wird schrittweise erhöht.
Wer zahlt?
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Mounjaro aktuell nur bei Typ-2-Diabetes als zugelassene Indikation – nicht bei reiner Adipositas ohne Diabetes. Privat Versicherte haben je nach Tarif bessere Chancen auf Kostenerstattung. Wer wissen möchte, was die Krankenkasse bei Wegovy übernimmt, findet Details in unserem Artikel zu den Wegovy Kosten 2026.
Welche Nebenwirkungen sollten Sie kennen?
Mounjaro ist gut verträglich – aber Nebenwirkungen, vor allem zu Therapiebeginn, sind häufig.
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen betreffen den Magen-Darm-Trakt:
- Übelkeit (besonders in den ersten Wochen)
- Erbrechen
- Durchfall oder Verstopfung
- Verminderter Appetit
Diese Symptome klingen bei den meisten Patienten nach einigen Wochen ab, wenn der Körper sich an den Wirkstoff gewöhnt hat. Stiftung Warentest dokumentierte, dass Mounjaro im Vergleich zu Wegovy weniger therapieabbrechende Nebenwirkungen verursacht [1].

Wer konkret unter Übelkeit leidet, findet in unserem Ratgeber zu Übelkeit bei Abnehmspritzen praktische Tipps, die sofort helfen. Und wer überlegt, die Therapie zu beenden, sollte vorher unseren Artikel zum richtigen Absetzen von Abnehmspritzen lesen.
Fazit: Mounjaro Stiftung Warentest – klare Empfehlung mit klaren Grenzen
Das Urteil von Stiftung Warentest ist eindeutig: Mounjaro ist unter den getesteten Abnehmspritzen die wirksamste Option – mit 13–19 % Gewichtsverlust nach einem Jahr und einer bemerkenswert stabilen Langzeitwirkung [2][4]. Wer die medizinischen Kriterien erfüllt (BMI ≥ 30 oder BMI ≥ 27 mit Begleiterkrankungen), hat mit Tirzepatid ein gut belegtes Werkzeug zur Hand.
Gleichzeitig gilt: Mounjaro ist kein Wundermittel. Ohne Ernährungsumstellung und mehr Bewegung bleibt der Effekt begrenzt [1]. Und die Kosten von bis zu knapp 490 € pro Pen sind für viele Betroffene eine echte Hürde.
Empfohlene nächste Schritte:
- BMI prüfen – erfüllen Sie die Indikationskriterien?
- Arztgespräch suchen – Hausarzt oder Diabetologe als erste Anlaufstelle
- Kosten klären – Krankenkasse anfragen, ob Kostenübernahme möglich ist
- Lebensstil vorbereiten – Ernährungsumstellung und Bewegungsplan parallel planen
- Erwartungen realistisch setzen – 13–19 % in einem Jahr sind möglich, aber kein Automatismus
Haben Sie Erfahrungen mit Mounjaro oder anderen Abnehmspritzen gemacht? Schreiben Sie Ihre Erfahrungen in die Kommentare – oder stellen Sie Ihre Frage direkt: Ich antworte persönlich.
Häufig gestellte Fragen
Hat Stiftung Warentest Mounjaro als Testsieger bewertet?
Ja. In der Ausgabe 03/2026 (veröffentlicht am 28. März 2026) empfiehlt Stiftung Warentest von 17 geprüften Schlankheitsmitteln nur Mounjaro und Wegovy. Mounjaro (Tirzepatid) schneidet dabei als wirksamste Option ab.
Wie viel Gewicht verliert man mit Mounjaro laut Stiftung Warentest?
Laut Stiftung Warentest verlieren Patienten mit Mounjaro nach einem Jahr Therapie 13 bis 19 % ihres Körpergewichts – vorausgesetzt, sie kombinieren die Behandlung mit kalorienreduzierter Ernährung und mehr Bewegung.
Für wen ist Mounjaro laut Stiftung Warentest geeignet?
Mounjaro ist laut Stiftung Warentest geeignet für Personen mit einem BMI von 30 oder höher sowie für Personen mit einem BMI ab 27, wenn Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes oder Bluthochdruck vorliegen. Als u0022Bikinifigur-Spritzeu0022 lehnen die Tester die Anwendung ausdrücklich ab.
Was kostet Mounjaro in Deutschland?
Mounjaro kostet laut test.de (Stand März 2026) pro Pen je nach Dosierung zwischen 276,83 € (5 mg) und 489,23 € (15 mg). Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten in der Regel nur bei Typ-2-Diabetes, nicht bei reiner Adipositas.
Ist Mounjaro besser als Wegovy?
In der Wirksamkeit ja: Mounjaro erzielt 13–19 % Gewichtsverlust nach einem Jahr, Wegovy 9–12 %. Zudem zeigt Mounjaro laut Stiftung Warentest geringere Abbruchraten wegen Nebenwirkungen. Beide Mittel sind jedoch empfohlen – die Wahl hängt von individuellen Faktoren ab.
Bleibt der Gewichtsverlust mit Mounjaro dauerhaft?
Studiendaten zeigen, dass die Gewichtsreduktion mit Mounjaro drei Jahre nach Therapieende nahezu unverändert erhalten bleibt – vorausgesetzt, der veränderte Lebensstil wird beibehalten. Das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber vielen anderen Schlankheitsmitteln.










